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NULLZINSEN, wie investieren in diesen Zeiten? #3

Mit der heutigen Ausgabe unserer Serie fahren wir fort, Sie über Investitionsmöglichkeiten bei Niedrig- bis Nullzinsen zu informieren. Nachdem wir uns im letzten Newsletter mit der Sachwertanlage Immobilien beschäftigt haben, beleuchten wir nun einen weiteren Sachwert: Edelmetalle.

 

 

Zu den Edelmetallen gehören Gold, Silber und Platin. Gold und Silber sind die beiden bekannteren Edelmetalle, sie dienen schon seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel und sind Statussymbol für Macht und Reichtum. Platin ist zwar weniger bekannt als die beiden anderen, dafür ist es aber das nützlichste Edelmetall. Es besitzt einen hohen Wert für die Industrie und wird unter anderem für die Herstellung von Autokatalysatoren verwendet.

Aber was macht Edelmetalle für Anleger attraktiv? Gold und Silber gelten als krisenfest, Sie haben bereits Kriege, Depressionen und Währungsreformen überstanden. Gerne wird in Gold die letzte Instanz gesehen, wenn alle anderen Stricke reißen. Zudem sind Edelmetalle etwas Handfestes, sie sind greifbar. Anders als unser Papier- oder Buchgeld besitzen sie einen tatsächlichen materiellen Wert. Und zu guter Letzt wäre da noch die Ressourcenknappheit. Das begrenzte Angebot und die gleichzeitige dauerhafte Nachfrage machen Edelmetalle für Anleger und Staaten gleichermaßen attraktiv.

Ist es in Zeiten von Brexit, Handelskriegen und einer drohenden Rezession nicht der Traum aller Anleger, ein krisenfestes Anlagegut zu besitzen, welches auch noch aufgrund seiner Knappheit dauerhaft im Wert steigt? Wir stimmen dieser Aussage nur bedingt zu, denn wie mit allen anderen Assetklassen verhält es sich auch mit Edelmetallen so, dass es nicht nur die positiven und gewinnbringenden Seiten gibt, sondern auch große Risiken birgt. Nehmen wir als Beispiel Gold. Die derzeitigen Preise sind hoch, denn nicht nur Privatanleger kaufen es, sondern auch Staaten wie China investieren in Gold. Allerdings gibt es keine Garantie, dass die Preise weiter steigen. Im Gegenteil! Gold unterliegt sehr starken Schwankungen, wie Kursverluste in der Vergangenheit gezeigt haben. Dazu kommt, dass Edelmetalle generell weder Dividende noch Zinsen erzielen. Ist man finanziell auf regelmäßige Gewinnausschüttungen angewiesen, sollte man hiervon Abstand nehmen. Wer sich dennoch entscheidet Edelmetall zu erwerben muss sich Gedanken machen, wo er dieses lagert. Da man seinen Goldbarren nicht einfach im Schrank lagern kann, empfiehlt es sich einen Tresor im Eigenheim anzuschaffen oder sich ein Bankschließfach zu mieten. Beide Varianten sind nicht so kostengünstig und schmälern den evtl. Gewinn aus der Anlage mit Edelmetallen. Betrachtet man nun die obigen Punkte und wägt Pro und Contra ab, so bleibt das Fazit, dass der Kauf von Edelmetallen als Anlage nur zusätzlich zum Gesamtportfolio sein kann. Für den Kauf sprechen tiefe Existenz- und Krisenängste, welche die staatlichen Mechanismen einer funktionierenden Volkswirtschaft außer Kraft setzen würden.

 

Wir sind der Meinung, dass es durchaus Sinn macht, Edelmetalle als Beimischung in Ihrem Anlageportfolio zu halten, da es eine geringe Korrelation mit den konventionellen Assetklassen aufweist und als eine Art „Versicherung“ dient, für die oben erwähnten Krisenfälle. Je nach persönlichem Empfinden der Weltlage empfehlen wir Edelmetalle lediglich als Zusatzinstrument in Ihrer Anlageallokation zu verwenden, um gegen alle Eventualitäten, die dem Markt innewohnen, gewappnet zu sein. Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren.

 

 

 

Grüße aus dem Turm 

 

Ihr JRS Team 

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